Programmpunkt:
Förderprogramm für Unternehmen bei der Umstellung auf die Gemeinwohlbilanz
Was wir wollen
Die meisten Menschen haben auch heute noch nie etwas von “Gemeinwohlbilanz” oder “Gemeinwohlwirtschaft” gehört. Denn die Menschheit steckt so tief in der Logik des Turbokapitalismus, dass deutlich andere Denkansätze instinktiv als abwegig oder eben unlogisch erscheinen.
Die meisten von uns wurden ganz selbstverständlich in dem (fast schon religionsähnlichen) Glauben aufgezogen, dass die Menge des persönlichen Reichtums nur in Geld gemessen werden kann und soll.
Aber es würde auch anders gehen (unten finden Sie nützliche Links zur Information).
Wir möchten Unternehmen davon überzeugen und sie dabei unterstützen sich für die Gemeinwohlwirtschaft zu mausern und so zu den ersten zu gehören, die eine neue Wirtschaftsepoche einläuten.
- Errichtung eines Förderprogramms für die Transformation von Unternehmen in gemeinwohlorientierte und -zertifizierte Betriebe.
- Anpassung der Auswahl- und Zulassungskriterien bei städtischen Ausschreibungen hinsichtlich der Relevanz einer Gemeinwohlzertifizierung für die Zuteilung von Aufträgen
- Mediale Kampagne und Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Hamburger Handelskammer, um über die Vorteile und Wege der Gemeinwohlökonomie zu informieren und dafür zu werben.
Warum wir das wollen
Natürlich brauchen wir alle ein Zuhause, Kleidung, Nahrung, Heizung, Bildung, Gesundheitsversorgung etc.
Aber unsere Gesellschaft könnte diese Dinge problemlos für alle generieren, wenn es aufhören könnte, dass so viele versuchen für sich allein möglichst viel zu haben. Die Produktivität unserer Gesellschaft ist derart hoch, dass die Grundbedürfnisse, gerecht verteilt, für alle mehr als gedeckt werden könnten.
Die Gemeinwohlbilanz ist ein Einstieg für Unternehmen, die Bewertungskriterien, die berühmten “Key Performance Indicators”, neu auszurichten.
Es geht darum, zusätzlich zum Ziel einen Gewinn zu erzielen, mindestens gleichberechtigte Ziele für den Unternehmensbeitrag zum gesellschaftlichen Gemeinwohl und zum Wohl der eigenen Mitarbeiter und Lieferanten anzustreben.
Das kann dazu führen, dass z.B. gezielt Spendensummen für Hilfsorganisationen erwirtschaftet werden, oder dass Mitarbeiter bei der Pflege von Angehörigen geholfen wird. Oder es werden Stellen geschaffen, um sich um die Zufriedenheit der Geschäftspartner und Dienstleister zu kümmern. Was dann entsteht ist große Loyalität und Stabilität, Kosteneinsparungen durch sehr geringe Mitarbeiter- und Lieferantenfluktuation, durch das Ausbleiben von Klagen vor Gerichten oder Rufschädigungen bei Kununu. Mundpropaganda spart weiteres Geld für Personalsuche und Kundenakquise.
Es hat viel mit der Überzeugung zu tun, dass es sich auf vielen Ebenen auszahlt, wenn man das Wohl der anderen ebenso wichtig findet, wie das eigene.
Doch Reichtum kann auch in loyalen Freundschaften oder liebevollen Angehörigen bestehen, oder in der Gewissheit etwas zu tun, das für andere Menschen eine große Bedeutung hat.
Selbstwertgefühl, stabile psychische und physische Gesundheit, Loyalität zu Arbeitgeber, Kollegen und Gesellschaft sind Werte, die zwar schwer in Geld zu berechnen sind, von denen aber fast jeder Unternehmer heute gefühlt zu wenig bei seinen Mitarbeitern findet und deshalb viel Geld verliert.
Und eine Veränderung geschieht auch schon, wie hier nachzulesen ist, aber es reicht noch lange nicht und muss viel schneller vorangehen, um den weltweit immer brutaler werdenden Wirtschaftsmodellen ein besseres Beispiel entgegenzusetzen - in Hamburg!
Die ÖDP als Bundespartei, aber auch wir, der Landesverband Hamburg, haben sich der Gemeinwohlbilanz verpflichtet und sind selbst zertifiziert.
Nützliche Links zur Information: