Programmpunkt:
Förderung von Fassadenbegrünung und Urban Gardening
Was wir wollen
Würden Sie freiwillig in eine steinige Wüste umziehen wollen? Vermutlich nicht.
Eine Großstadt besteht allerdings meistens aus sehr viel Stein bzw. Beton und Asphalt, und die meisten Menschen haben sich einfach daran gewöhnt. Hamburg ist zwar noch relativ grün, jedoch sehen wir großes Potenzial für weitaus mehr Pflanzenleben in unserer Stadt, und das nicht einmal vorrangig aus ästethischen Gründen.
Es gibt sehr viele Daten und Erfahrungswerte, dass Pflanzen die Schadstoffe aus der Luft holen und die Luft generell verbessern. Natürlich durch die Abgabe von Sauerstoff, aber auch eine Regulierung von Feuchtigkeit. Und außerdem haben Pflanzen, speziell wenn man sich um sie kümmert, einen hohen psychologischen, therapeutischen Wert, was in einer hektischen Großstadt sicher kein Nachteil ist.
Deshalb möchten wir:
- Förderung für moderne, automatisch versorgte Fassadenbepflanzung, wo dies nach gründlicher Prüfung aller Sicherheitsaspekte möglich ist.
- Eine Beschleunigung der bestehenden Programme für Dachbegrünungen
- Ein Förderprogramm für Urban Gardening Initiativen, da sie vor allem das Sozialleben, aber auch die Naturverbundenheit, das Fachverständnis für Anbau und das Interesse für Selbstversorgung und selbst Kochen stärken.
- Verstärkung der Bemühungen, die schon länger existierenden Grünpatenschaften bekannt und beliebt zu machen
Warum wir das wollen
Hamburg hat das privileg, generell über viel Wasser verfügen zu können, aber selbst Perioden der Dürre bräuchten mit ein wenig Einsatz von klug ausgewählter Technologie kein Todesurteil für die pflanzlichen Stadtbewohner zu sein, weil Hamburg beispielsweise jederzeit enorme Mengen an Grauwasser produziert, das relativ leicht für Pflanzen aufbereitet werden kann.
Insofern ist Wassermangel bzw. sind Wasserpreise kein stichhaltiges Argument auf die vielfältigen positiven Effekte von pflanzlichen Fassaden, bewachsenen Dächern oder gemeinnützigen Gemüsegärten.
Mit den heutigen Möglichkeiten diverser technischer Hilfsmittel kann Aufwand stark reduziert, und viel Kontrolle über das Pflanzenwachstum ausgeübt werden.
Wer sich in Bezug auf kommende Starkregenkatastrophen mit den möglichen Gegenmaßnahmen befasst hat, kennt das Konzept von Schwammstädten und auch die Rollen, die Pflanzen darin spielen.
Einfach ausgedrückt: Es hat nur Vorteile - und es sieht zusätzlich auch noch schön aus!