Programmpunkt:
Schutzmaßnahmen vor Wetterkatastrophen durch Stärkung von Feuerwehren, THW und DLRG
Was wir wollen
Immer wieder sieht man Werbung, Infostände und Aktionen der freiwilligen Feuerwehren, des THW oder DLRG mit dem Ziel, neue Mitglieder bzw. aktive Helfer Dieser Mangel an ehrenamtlicher Mitarbeit ist bekanntlich auch in vielen weiteren Organisationen Sportvereinen verbreitet. Aber bei den Hilfsdiensten ist dies in der praktischen Auswirkung auf die Gesellschaft und unseren Alltag ist vielfach bedrohlicher!
Denn jede Minute, die ein Retter später eintrifft, kostet Menschenleben. Und wenn irgendwann niemand mehr kommt....
Die meisten Menschen haben inzwischen begonnen zu akzeptieren, dass der Klimawandel real ist und unser Wetter sich in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Das bedeutet eine starke Zunahme an lebensbedrohlichen Ereignissen durch Starkregen, Stürme, Gewitter, Hitze, Frost und Schneestürme.
Je mehr Menschen in den Hilfsdiensten aktiv sind, desto weniger Tote werden wir in Hamburg beklagen müssen, wenn diese Wetterereignisse über uns kommen. Und sie werden kommen....
Deshalb wollen wir folgendes umsetzen:
- Anreizprogramm für Arbeitgeber. Für Mitarbeiter, die ehrenamtlich Dienst in den Hilfsdiensten leisten, wird jede nachgewiesene Abwesenheitsstunde mit dem dreifachen Stundenlohn (nach Vergleichstarif) vergütet und monatlich mit der Umsatzsteuervorauszahlung verrechnet. Dies soll es dem Arbeitgeber ermöglichen, die Fehlzeiten ggf. durch teurere Dienstleister zu überbrücken.
Anreizprogramm für Arbeitnehmer. Ehrenamtlich tätige Angestellte sollen nachgewiesen geleistete Zeiten über eine spürbare Anrechnung zum Rentenanspruch vergütet bekommen. Ihr gesellschaflicher Beitrag muss sich spätestens im Ruhestand auch finanziell positiv bemerkbar machen.
- Ausstattung aller Hilfsdienste mit einer noch zu ermittelnden Zeiterfassungslösung. Sie soll automatisch und ohne Zusatzaufwand für die Ehrenamtler und Betriebe, die Fehlzeiten / Dienstzeiten manipulationssicher festhalten und an die Ämter übermitteln.
Warum wir das wollen
Wir glauben, dass jeder Arbeitgeber und jeder Angestellte grundsätzlich ein Interesse daran hat, dass die Hamburger sich auf schnelle Hilfe im Notfall verlassen können. Die derzeitigen Lebens- und Wirtschaftsgewohnheiten erschweren es aber allen Beteiligten, ehrenamtlichen Dienst in den genannten Hilfsdiensten zu leisten.
Daher muss die Politik diese Hemmnisse beseitigen und es den Menschen leicht machen!
Auch wenn viele Hamburger relativ wohlhabend sind, werden sie trotzdem nicht genug Geld haben, um sich eine eigene Hilfsdienste für ihre Kinder leisten zu können. Wir als Gesellschaft brauchen uns gegenseitig und profitieren alle von jenen Menschen, die freiwillig ihre Zeit und Kraft für das Gemeinwohl einsetzen. Und ganz besonders, wenn es um Leben oder Tod geht.