12.09.2010: Alsterlauf
Der AK Sport der ödp läuft mit!
Ein Aufruf von Ricarda Rolf
| 1. | Beim Rundgang am Sonntag war die Welt noch in Ordnung. Die Breitflügelfledermäuse im Quartier am Bahrenfelder Bahnhof begleiteten die Jungtiere bei ihrem Flug über das Biotop am Bonnepark. Am Montag waren Bulldozer angerollt und hatten die Fassade des Parkhauses zerstört, jenes seit 8 Jahren bekannte Fledermausquartier, das den Breitflügelfledermäuse seit dem Abriss der alten Gebäude im Othmarschenpark als Zuflucht gedient hatten. Es war bereits bei der Erörterung, ob dort das Finanzamt gebaut werden sollte abschlägig beschieden worden, weil die Fassade des Parkhauses der einzige Zufluchtsort für die Tiere war. Es ist möglich, dass hier Jungtiere einbetoniert worden sind. Jedenfalls sind seit Beginn der Bauarbeiten keine Fledermäuse mehr gesehen worden. |
| 2. | Eine Bürgerinitiative versucht den 200 Jahre alten Buchenhofwald, Osdorfer Landstraße 372-374 zu retten und insgesamt zu erhalten. Dort leben 6 Fledermausarten und ein Käfer, der Eremit, den es in Europa wahrscheinlich nur noch dort gibt. Nur, wenn der Wald als Ganzes erhalten bleibt, kann der Lebensraum bestehen bleiben. Der Bezirk hat zur Abstimmung für das Bürgerbegehren Vordrucke versandt, die missverständlich sind. Die ödp hilft beim ausfüllen und unterstützt dadurch die Bürgerinitiative. Die ödp möchte auf dem Gelände die Einrichtung einer Fledermausstiftung mit ständiger Ausstellung und einer Fledermausambulanz durchsetzen. |
| 3. | In der Pfitznerstraße/Sibeliusstraße wurden Baumrückschnitte vorgenommen. Das Ergebnis allerdings ist ein Kahlschlag mit Abholzung etlicher Bäume. Viele Vögel und Eichhörnchen haben ihren Unterschlupf verloren. |
Das sind nur drei Beispiele aus jüngster Zeit, die zeigen welchen Stellenwert der Naturschutz unter der schwarz/grünen Regierung in Altona inzwischen einnimmt. Gerade von den Grünen wäre dieser Naturfrevel nicht zu erwarten gewesen. Die ödp fordert daher die schwarz/grüne Regierung auf diese Vorfälle aufzuklären und den Bürgern die Verantwortlichen für diese Zerstörung der Baumbestände und des Breitflügelfledermausquartiers zu benennen.
Schauen Sie nicht tatenlos zu, wie unsere Natur zerstört wird. Werden Sie Mitglied der ödp und helfen Sie uns diesen Wahnsinn zu stoppen. Wir brauchen unsere Naherholungsgebiete in den Wohngebieten und die Tiere und Bäume brauchen unsere Unterstützung. Wo Fledermäuse zuhause sind, ist die Natur noch in Ordnung. Wo sie fehlen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch wir Menschen dort nicht mehr leben können. Wer Fledermäusen hilft und den Baumbestand bewahrt, hilft auch den Menschen ihren Lebensraum zu erhalten.